Wolfsmanagement

Wolfsmanagement-Pläne der Bundesländer

Gemeinsame Pläne und Ziele

Das gemeinsame Ziel aller Bundesländer ist es, einen angemessenen Umgang mit der geschützten Tierart Wolf zu fördern. Neben der Förderung von Präventionsmaßnahmen zum Herdenschutz oder von Entschädigungen für durch Wölfe verursachte Nutztierrisse liegt daher auch ein Augenmerk auf der Akzeptanz der Bevölkerung.

Ein weiterer essentieller Aspekt ist das Monitoring, das als wichtige Grundlage für ein geeignetes Management betrachtet wird mit dem Ziel, Populationsgröße, Verbreitungsgebiete sowie die Tendenz dieser Parameter zu erfassen. Die Wolfsmanagementpläne werden hierbei jedoch nicht als statisch betrachtet, sondern vielmehr als ein sich laufend fortentwickelnder Prozeß. Auch werden die Förderung von Präventionsmaßnahmen oder Schutzersatzmaßnahmen unterschiedlich gehandhabt.

Die Wolfsmanagementpläne der Länder enthalten die Grundlagen zum Umgang mit dem Wolf, sie sind die Basis für Fördermaßnahmen zum Herdenschutz, die in jedem Bundesland unterschiedlich sind. Deshalb ist es wichtig, das betroffene Weidetierhalter in Wolfsgebieten, egal ob hauptberuflich oder hobby motiviert, über die Inhalte des für sie infrage kommenden Managementplans informiert sind.

Zurzeit gibt es in 11 Bundesländern gültige Wolfsmangementpläne, Konzepte Leitlinien oder Leitfäden. Diese sind unten stehend gelistet und können heruntergeladen werden. Ihre Reihenfolge stellt keine Wertung dar.

Quelle: Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages Aktenzeichen WD5-3000-034/16

Was Sie über den Gevatter wissen sollten

Seit dem Jahr 2000 leben wieder Wölfe in Deutschland. Dadurch ergeben sich immer wieder neue Fragen – rund um die Lebensweise, die Biologie und darüber, wie man sich Wölfen gegenüber am besten verhält.
In früheren Jahrhunderten wurden sie verfolgt und getötet: 150 Jahre lang war der Wolf in Deutschland ausgerottet. Gegen 1850 verlieren sich die letzten Hinweise zu den wenigen, übrig gebliebenen Wolfsrudeln im heutigen Raum Brandenburg. Mitte der 1990er Jahre gab es immer wieder vereinzelte Wolfsnachweise von Tieren, die aus Polen kommend in die östlichen Bundesländer einwanderten. Sie alle überlebten nicht, denn in der DDR wurden Wölfe noch immer geschossen. Seit der Wiedervereinigung standen die Wölfe in ganz Deutschland unter Schutz und so gründete ein Wolfspaar, das aus Ostpolen stammte, im Jahre 2000 das erste Wolfsrudel in der sächsischen Lausitz.

Wölfe erfüllen als großer Beutegreifer eine wichtige Funktion im Ökosystem: Beute und Beutegreifer haben sich abhängig voneinander in der Evolution entwickelt. Durch die Ausrottung des Wolfes entstand eine Lücke, die eingespielte Wechselbeziehungen innerhalb des Ökosystems beeinträchtigt hat. Nicht zu Unrecht wird der Wolf als „Gesundheitspolizei“ des Waldes bezeichnet, da er häufig auch kranke und schwache Tiere frisst und somit den Bestand seiner Beutetiere „gesund“ hält.
Gesunde Wölfe, die nicht provoziert oder angefüttert werden, stellen für den Menschen in der Regel keine Gefahr dar. Seit dem Jahr 2000 – seitdem es Wölfe wieder in Deutschland gibt – hat es keine Situation gegeben, bei der sich freilebende Wölfe aggressiv gegenüber Menschen verhalten haben.

Unsere Hunde im Einsatz

Da staunt der Wolf nur aus der Ferne

Die „Wächter der Herden“ garantieren Schutz und Sicherheit für unsere Weidetiere, 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag, egal zu welcher Jahreszeit und bei welchem Wetter. Sie sind herdentreu und verteidigen ihre Schutzbefohlenen mit ihrem Leben. Ohne sie wären Schäden durch Übergriffe auf unsere Lebensgrundlage um ein Vielfaches höher. In Wolfs-und Luchsgebieten sichern gut ausgebildete zertifizierte Herdenschutzhunde unser wirtschaftliches Überleben.

Um funktionierenden Herdenschutz in Deutschland praktikabel und finanzierbar zu machen ist es wichtig, starke Partner an der Seite zu haben, damit wir unsere ureigenen Interessen gegenüber Behörden und Ministerien durchsetzen können.

Eines der wichtigsten Maxime der AG-HSH ist es, mit möglichst vielen Menschen mit unterschiedlichen Expertisen und ihren Institutionen zielgerichtet zusammenzuarbeiten. Es muss uns gelingen, die Politik mit ihren Entscheidungs-trägern von unserem Ansinnen zum Wohle der Weidetierwirtschaft, als nachhaltigste Art der Tierhaltung die wir kennen, zu überzeugen. Dazu bedarf es eines schlagkräftigen Netzwerkes.

Alle Wolfsmanagement-Pläne
– nach Bundesländern sortiert –
finden Sie im Bereich Formulare.

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